Reisebericht

Auf den Spuren der Tempelritter in der Neumark

15. April 2010
Autor: 
Jörg Vanselow & Michael Bahr

Die letzte Dämmerung gerade versunken, ist es endlich Nacht über der Oder, doch
der Mond steht hoch über den Zelliner Bergen. Sein fader Schein liegt auf der
Landschaft und die weißen Mäntel einer Ritterschar leuchten über dem Hügel aus
einem Meer von Königskerzen. Die Männer tragen die roten Kreuze des
Templerordens und warten auf ihren Meister. Um Mitternacht steigt er aus seinem
Sonnenburger Grabe und eilt zu den Seinen. Trifft er ein, so zieht er sein Schwert
gegen Jerusalem und die Ritter sprengen davon ins Heilige Land und sind
verschwunden, noch vor dem Licht des Johannistages. So geht die Brandenburgische
Sage über Friedrich von Alvensleben, den letzten Ordensmeister der Templer in dieser
Region.